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Die Anja heiratet ihren Paul – wie schön! Und ich wieder mittendrin statt nur dabei.

Bewaffnet mit Kameraausrüstung und guter Laune kam ich am Vormittag des 22.8.2020 am Freyburger Standesamt an. Ein kurzer Schockmoment folgte, als ich keinen der Hochzeitsgäste sowie den Bräutigam vor dem Rathaus stehen sah, jedoch Stimmen aus dem geöffneten Fenster des Standesamtes hörte. Stürmisch riss ich die Tür auf, hechtete die Treppe hoch, ein Blick auf die Uhr nebenbei – nein, es stimmte eigentlich alles! Entschärft wurde die Situation, als Paul aus der Tür kam und lächelnd grüßte. Man man, da habe ich doch mal ganz kurz an mir gezweifelt.

Also Treppe runter, alles auf null und ganz entspannt. So langsam trafen auch die erwarteten Gäste ein und der kleine Vorplatz des Rathauses füllte sich. Die Standesbeamtin bat kurze Zeit darauf alle nach oben und wartete dann mit mir auf die Braut, die im Audi über den Hinterhof der Verwaltung vorgefahren wurde. Und schon stand sie vor mir die Anja, wie eine Prinzessin – tolles Kleid, wirklich schön! Nun aber hoch zum Bräutigam! Sportlich nahm ich jede zweite Treppenstufe und kam etliche Sekunden vor der Braut am Trauzimmer an. Dort wartete schon Paul, dem man seine Aufregung mittlerweile deutlich ansah. Musik an, und die Braut wurde durch ihre Mama zu ihrem Bräutigam geführt. Die Blicke, die die Beiden austauschten, waren besonders. Es knisterte!

Die Trauung und das Danach im Zeitraffer:

Anja sagte JA, Paul ebenso! Geschafft! Fotos vom Ringtausch; der Kuss wurde wie immer mit einigen Aufnahmen dokumentiert – er war lange genug, passte also! Nach der Übergabe des Stammbuches durch die Standesbeamtin gratulierten alle brav und es ging an die frische Luft. Kurz darauf die kleine Überraschung (ich wusste Bescheid), eine Kutsche – das Wetter passte, alles gut.

Die Kulisse der Kirchentreppe war für das erste Gruppenfoto perfekt, einige Portraits der Beiden mit Trauzeugen und alleine rund um die Kirche waren nach 10 Minuten im Kasten. Nun aber aufsteigen und „hüh“, für die Feier in Markröhlitz steht genug Bier kalt. Unterwegs machte ich gleich noch Fotos mit Kutsche vom Boden aus und mit der Drohne, mal was Anderes. Angekommen auf dem Party-Areal kamen nach und nach die Gäste, der wirklich dicke Baustamm wurde gekonnt durchsägt (die beiden hatten bestimmt heimlich geübt 😉 ) und kleine Häppchen sowie ein kühles Helles stillte auch meinen Bedarf nach Nahrung in fester und flüssiger Form.

Jetzt war Entspannung angesagt – jedenfalls etwas. Nebenbei machte ich Fotos vom Bogenschießen, Bastelstand, der Seifenblasenmaschine und den nach und nach eintreffenden Gästen. Als Techniker versuchte ich mich beim fehlenden Kabel am Beamer und irgendwie bekamen wir auch das geregelt. Ja, ein Fotograf muss auch andere Talente haben ;).

So verflog die Zeit und der Tortenanschnitt stand plötzlich schon auf dem Programm. Beim Kaffee gab es natürlich keine Fotos, wer will sich schon gern mit aufgeblasenen Wangen sehen? In der Hoffnung, dass die leckerer Torte und der Kaffee keine allzu großen Spuren hinterlassen hat, rief der DJ eine Stunde später zum Gruppenfoto, wieder mit Drohne, was perfekt klappte. Danach entstanden dann noch Fotos mit Eltern, der kleinen Tochter und natürlich vom Paar – und das bei herrlich blauem Himmel mit Schäfchenwolken. Genau mein Wetter!

Durstig kamen wir zurück und der Papa des Bräutigams hatte an meinen kleinen Seitenwink bezüglich eines schäumenden Getränkes gedacht. Das Bier schmeckte, die Gespräche waren locker und ich fühlte mich echt wohl. Hier und da machte ich nun noch Aufnahmen vom Geschehen und verabschiedete mich mit nach wie vor guter Laune von den Gästen und einem tollen Hochzeitspaar.

Vielen Dank für die schönen Stunden und einen entspannten Termin!

Euer Nicky!

 

Es ist schon einige Tage her, da hatte ich Carolin und ihren Eric vor der Kamera. Ich durfte die Beiden an ihrem schönsten Tag begleiten und nehme mal vornweg, was ich gedacht habe, als das Paar sich auf der Seebrücke Braunsbedra begrüßte: Ich habe die geilsten Hochzeitspaare der Welt. 

Warum erkläre ich gern im folgenden Resümee …

Es war warm an diesem Freitag, sehr warm! Die Mittagssonne brannte, aber die sorgsam aufgetragene Sonnencreme schützte meinen recht spärlich behaarten Kopf gut und der Wind trug dazu bei, dass ich nicht ganz dachte, ich bin zur Hochzeit auf Kona/Hawaii.

Los ging es wie immer: Angekommen, Kameras raus, den Rollkoffer mit der restlichen Ausrüstung rausgehieft und ab zur Hochzeitsgesellschaft, in der mittendrin der Bräutigam letzte Ablenkungsversuche startete, seine Aufregung zu verbergen. Ein lautes und kurzes „Hallo“ in Richtung der Masse und schon versteckte ich mein Gesicht hinter der Kamera, um Fotos der Wartenden zu machen.

Es dauerte noch eine Weile, bis der Startschuss der Standesbeamtin kam, die kurz darauf die Gäste samt Eric zur Plattform der Seebrücke führte. Von weitem sah ich ein Auto kommen, das muss wohl die Braut sein. Also wie immer, kurzer zackiger Schritt -für mein Alter ganz bestimmt noch recht schnell- zur Braut, die sich aber derweil noch zur Lösung ihrer Aufregung auf die hauseigene Toilette verabschiedet hatte. Angekommen am Ende der Brücke war Caro auch schon wieder sichtbar, die Zigarette „davor“ brannte und als ich näher kam, konnte ich sogar ein kleines Zittern der Hand sehen. Gut, passiert, heiraten ist eben keine Routine 😉 .

Die Trauzeugen kamen im eiligen Schritt gerannt, um den Teppich für die Braut zu holen, der nach kurzem hin- und her auch seinen Platz fand. Nun hieß es aber kurz Verwirrung. Der Bruder des Bräutigams, mit Chauffeur-Kappe und weißen Handschuhen bekleidet – Anzug auch, also atmen Leute-, ging mit der Brautschwester in Richtung Brücke, die Musik war leise zu hören, die Gäste -etliche bewaffnet mit Schirmen gegen die Sonne- standen auf… . Bis dann irgendwer merkte, dass es nicht die Braut ist, die da für die unfreiwillige Generalprobe sorgte. Nochmal das Ganze!

Caro nahm ihren Papa an die Hand und schwebte in Prinzessinen-Manier über den endlosen Steg in Richtung der Gäste, die natürlich -es wurde ja geübt ;)- wieder standen. Ganz vorn Eric, dem man nun die Aufregung deutlich ansah. Ich wirbelte aus der Hocke in den Stand, die Plattform entlang zum Bräutigam und bekam die Übergabe des Papas an Eric und den letzten Kuss der Beiden vor der Eheschließung eingefangen.

Und wieder kürze ich hier ab:

Ich hörte nach der Rede der Standesbeamtin ein JA beider, es flossen einige (ich hoffe doch) Freudentränen auch beim Papa des Bräutigams und der Ringtausch sowie erste Kuss verliefen ohne weitere Vorkommnisse. Nun war das Eheversprechen -vorgelesen durch die Standesbeamtin- dran und der Trauzeuge beobachtete mit Adleraugen das klare Nicken der Beiden.

Die Gratulationen unter der brennenden Mittagssonne mündeten in einen kurzen Sektempfang, ich karte den gut gelaunten Opa im Rollstuhl zu den anderen Gästen, die sich zum Aufstieg der pinkfarbenen Luftballons versammelt hatten und ein Gruppenfoto war auch gleich drin. Nun noch ein paar Portraits mit Eltern, Trauzeugen, Oma und Opa und einigen Freunden und mein erstes Hemd war eigentlich durch. Pause, kurz, aber willkommen! Zigarette? Ach nein, ich dann heute mal nicht ;).

Natürlich war die Seebrücke wieder einmal Kulisse für erste Portraits des Paares. Die Sonne stand gut, das Kleid sah perfekt aus und der Anzug passte wie angegossen.  Fertig, ab ins Auto und zur Naumburger Henne, wo die Feier stattfinden sollte. Unterwegs gab es natürlich noch ein bis zwei Fotos vom fahrenden Auto mit  Hochzeitspaar.

Angekommen an der Henne dauerte es noch etwas, bis das Paar eintraf. Das war meine Zeit, um einige Ambienteaufnahmen im Spiegelsaal zu machen, der vor 17 Uhr nicht betreten werden durfte. Ich war da eine Ausnahme! Gerade fertig kam das Paar an, also Kamera  hoch und draufhalten. Ein bisschen Hollywood-Feeling kann nie schaden, denn der rote Teppich war ausgerollt. Gut ausgeruht war der Baumstamm, der zersägt werden musste, eine gute Abwechslung. Doch er wehrte sich und die stumpfe Säge trug ihr Übriges dazu bei, diesen Brauch nicht zu ernst zu nehmen. Da sind ein kühles Bier und kleine Häppchen für alle schon besser!

Doch da waren noch die Tauben, die den Beiden an ihrem Tag Glück für die gemeinsamen Jahre bringen sollten. Kurzer Spruch der Taubenfrau, Caro und Eric schrieben ihre Wünsche auf, die dann ihren Platz an der Täubchenkralle fanden und schon wurden die Tauben aus der Hand, gefolgt von weiteren Flattertieren aus dem Körbchen, in die Luft gelassen.

Nach einer weiteren kurzen Pause und der Ankunft einiger Gäste machten wir uns kurz auf den Weg zu einem naheliegenden Weinberg der Wein- und Sektmanufaktur, um weitere Portraits des Paares zu machen. Nach knapp 45 Minuten war auch das im Kasten und es ging zurück zur Henne. Bevor es jedoch in den Saal ging war das Gruppenfoto an der Reihe, dieses Mal mit Drohne vor herrlicher Kulisse. Alles geklappt, das war die „Pflicht“, auf zur Kür, der Feier.

Kurzer Abriss:

Neben rührenden Reden des Brautvaters, der Bräutigam-Mama und des Bräutigams hatten die Freunde und Familie einiges geplant. Jedoch entstand nie der Eindruck, dass es zu viel war. Alles war gut dosiert und es kam keine Langeweile auf. Das Abendessen war super, Der DJ machte einen guten Job, der Fotospiegel aus Dresden sorgte für viele schöne Erinnerungen und alle waren happy. Freunde hatten das Paar dazu verdonnert, ihr Geschenk in einem Baumstamm einzunageln, was sich natürlich erst am Ende der Aktion herausstellte. Highlight war neben dem tollen ersten Tanz des Paares – was für eine irre Choregrafie!!!!-  der Tanz der Braut als „Barbie-Girl“, die mit ihren Freunden und Teilen der Familie für ihren Eric performte. Hach ja, war das schön!!

Nun aber noch ein Bierchen mit dem Bräutigam und ein toller Tag mit vielen neuen Bekanntschaften war wieder einmal geschafft.

Caro & Eric: Euch alles Liebe für die Zukunft! Es war mir eine Ehre euer Fotograf zu sein!

 

Euer Nicky

 

 

 

 

 

Was Freundschaften und deren enge Verbindungen bedeuten, durfte ich am vergangenen Sonnabend bei der Hochzeit von Sabine & René erleben.

Es ist 13.45 Uhr und ich will gerade das letzte Zubehör meiner Fotoausrüstung ins Auto packen. Aber was war das? Es regnete, als gießt jemand direkt vor meiner Terrasse mehrere Eimer mit Wasser aus. Ach naja, hört schon gleich auf! Da hinten kommt es schon heller, dachte ich, was sich als komplette Fehleinschätzung herausstellte. Gut, ich bin Fotograf und kein Meteorologe, da darf ich mal knapp daneben liegen. Mit Schirm unter dem Kinn und  drei Taschen in den Händen ging es zum Auto. Dann zurück, duschen, etwas schick für die Beiden machen und um 14.15 Uhr fuhr ich dann bei etwas nachlassendem Regen in Richtung Festscheune Sieglitz. Denn genau da sollten sich die Beiden um 15 Uhr das JA-Wort geben.

Dort angekommen sah ich sofort einige bekannte Gesichter, darunter den Bräutigam, der sich unter das bald feiernde Volk gemischt hatte. Besonders aber freute ich mich, einen ganz alten Bekannten wieder zu sehen, dem ich seit 20 Jahren nicht mehr begegnet bin. Der Danny! Kurzer Plausch, Verabredung zum Bier am Abend und nun aber Kameras raus. Etwas schneller als sonst bewegte ich mich hin und her, damit nicht jeder Tropfen trifft und nun aber schnell wieder unter das Vordach der Scheune. Der coronagerechten Begrüßung aller folgte eine kurze Absprache mit René und die ersten Fotos vom liebevoll geschmückten Innenraum der Festscheune waren gemacht. René baute mit einigen Gästen noch zwei weitere Zelte als Unterstellmöglichkeit bei Regen auf und so langsam trudelten auch die restlichen Gäste ein. Eine wichtige Person -neben der Braut natürlich- fehlte jedoch. Der Standesbeamte Robin, der -so stellte sich später heraus- mit dem Starkregen bei einer Außentrauung auf der Schönburg zu kämpfen hatte, kam kurz vor 15 Uhr -fast zeitgleich mit der Braut- in Sieglitz an. Und auch im idyllischen Dorf nahe Camburg sorgte der gerade erneut einsetzende Starkregen für eine weitere Verzögerung. Ein kurzes, fassungsloses Kopfschütteln des Bräutigams, eine kurze Rücksprache mit Robin und es war klar, wir warten noch. Alles gut, Gin-Tonic wurde ausgeschenkt und man hatte sich teilweise einige Zeit nicht gesehen, wodurch es viel Gesprächsstoff gab. So verging die Zeit schneller 😉 .

Ein Zeitraffer in Stichpunkten:

15.32 Uhr – Die Braut wird von ihrem Vater zur Trauung in den Garten der Festscheune geführt. Ich sehe Lächeln, Tränen und zustimmendes Nicken.

15.33 Uhr – Der Standesbeamte beginnt mit der Trauung.

15.47 Uhr – Tränen bei der Braut und ihrer Trauzeugin, ich kämpfe auch, muss aber fotografieren, also reiß dich zusammen, du fotografierst nur ;).

15.48 Uhr – Ein klares JA beider und der Ringtausch -die Ringe bringt Vico, Sohn des Bräutigams- mit anschließendem Kuss als Ehepaar unter dem Applaus der Gäste.

15.50 Uhr – Das Paar unterschreibt die Eheurkunde und ihre Trauzeugen erfüllen ihren Job durch ihre Signaturen.

15.53 Uhr – Die Abschlussworte von Robin sind sehr herzlich und persönlich – hach ja, er macht das aber auch immer schön!

15.57 Uhr – Die Gäste stürzen sich auf das Ehepaar und gratulieren.

Beim anschließenden Sektempfang blieb Zeit, um etwas zu entspannen und ich bereitete mich auf das Gruppenfoto mit Drohne um 16.20 Uhr vor. Drohne hoch, Blick nach oben, Foto! Arme hoch, Blick nach oben, Foto! Fertig! Und das plötzlich ganz ohne Regen. Denn der verabschiedete sich pünktlich zum Ende der Trauung. Mag man alten Bauernweisheiten glauben, war der Regen die Garantie für eine glückliche Ehe. Ich wünsche es den Beiden!

Die Hochzeitstorte (HUNGER!) wartete auf der Kaffeetafel auf ihren Anschnitt, also rein in die Scheune, Messer in die Hand und los. Jetzt war Zeit zum Entspannen, reden und natürlich für einen Kaffee.

Die Fotos mit Eltern, Geschwistern, Sohn Vico und Trauzeugen waren nach dem Kaffee relativ schnell im Kasten und ich machte noch einige Aufnahmen mit dem Paar, bevor die Party losgehen konnte. Zwischendurch noch Abendessen, sehr lecker, ein gutes und vielfältiges Angebot!  Danach konnte ich noch einige Fotos zusammen mit den Freunden des Paares machen und hatte Zeit, erste Fotos zu sichern und zu bearbeiten. Diese landeten dann natürlich vom Beamer auf der Leinwand.

Die „Ostsibirischen Schnarchschnecken“ -Freunde des Bräutigams-  sorgten mit ihrer Parodie auf Franz Beckenbauer, einer kleinen Torwandeinlage und anschließendem Punkrock der Extraklasse verbunden mit erstem „Tanz“ des Paares für ordentlich Stimmung, bevor dann Musik aus der Dose am weiteren Abend kaum eine leere Tanzfläche zuließ. Zum Brautstraußwurf gegen 23.15 Uhr hielten kurz alle inne, die Schlägerei um das Blumenteil blieb aber aus. Er wurde gefangen oder eher aufgehoben (?), es wird wohl bald wieder geheiratet. Irgendwo, irgendwen, irgendwann….!

Emotional wurde es noch einmal, als Trauzeuge Danny, er war schon ziemlich aufgeregt, seine Rede hielt. Er hatte sich -wohl berufsgewohnt- Karteikarten geschrieben, um nichts zu vergessen. Aber das, was er sagte, war schon treffend. Er sprach über Freundschaft, Familie, alte Zeiten und sogar ich musste kurz mit meinen feuchten Augen kämpfen. Hut ab Junge, das war Klasse! Der Obstler zwischendurch lockerte Danny auf, der danach mit Brautpaar kam einer Erlösung gleich.

Ich verabschiedete mich kurz nach 1 Uhr von einer tollen Hochzeitsgesellschaft, einem Ehepaar, dem man jede Sekunde ihr Liebe füreinander ansieht und dem Gefühl, hier Menschen begegnet zu sein, die wissen, was wirkliche Freundschaft bedeutet. DANKE für den Tag, ich war gern Teil davon!

 

Nicky

 

 

 

 

 

 

 

Eine regelrechte Hitzeschlacht erlebte ich am Samstag bei der Hochzeit von Anne & Michael. Die Beiden heirateten -gut, das war vorher schlecht planbar- am wohl wärmsten Tag des Jahres. Aber es sollte ein schöner Tag mit vielen tollen Eindrücken und natürlich unvergesslichen Fotos werden. Mehr dazu in den folgenden Zeilen…

Da ich derzeit Haus, Hof und Hunde sowie Esel von Freunden in Bad Bibra hüte, war es bis zum Bräutigam in Kirchscheidungen nur ein Katzensprung. Pünktlich um 8.45 Uhr flog ich im idyllischen Dorf an der Unstrut ein und betrat den Hof der Familie, auf dem sich schon einige Anzugträger eingefunden hatten. Darunter auch der Bräutigam, der im feinen Zwirn der mittlerweile 26 Grad Außentemperatur trotzte. Es vergingen noch einige Minuten, bis wir starteten, aber halt, da war doch noch was! Der Brautstrauß! Nach jeder Menge Hochzeiten hatte ich das gut im Blick, der Bräutigam dankte freundlich, währenddessen er mit einem Griff in die Innentasche des Sakkos die Ringe checkte – und los ging es. Nach 25 Minuten Fahrt waren wir an der Marina Mücheln angekommen, die Sonne brannte, aber das sollte uns nicht von den ersten Fotos abhalten. Der Bräutigam mit See und Segelbooten im Rücken, sitzend auf der langen Holzbank – den Brautstrauß fest in den Händen. Kaum war das erledigt, hatte die Standesbeamtin uns schon begrüßt und letzte Absprachen mit Michael konnten getroffen werden. Nun aber schnell in den Schatten!

Kurz darauf kamen schon die Gäste, gefolgt von der Braut, die schneller als gedacht im gelben Skoda-Cabrio-Oldtimer an der Marina eintraf. Jetzt hieß es ab auf den Hafenturm, denn niemand -außer dem Brautvater- durfte die Braut vorher sehen! Ich wartete natürlich unten und empfing Anne mit einem Hagel von Fotos a la roter Teppich. Eine kurze Begrüßung durch mich, dann durfte auch die Standesbeamtin und schon hechelte ich bei gefühlten 40 Grad die Treppen zum Trauzimmer hoch.

Musik an, Tür auf und der dauergrinsende Bräutigam empfing seine Anne ganz old-school aus Schwiegervaters Händen. Hach war das ein schöner Moment, denn man sah den beiden an, dass sie es wirklich wollten. Hier kürze ich wieder ab: Die Standesbeamtin hielt eine tolle und sehr persönliche Rede (auch ich war erstaunt, dass es nicht die sonstige Leier war, die ich leider oft erlebe), es war ein deutliches JA der Beiden zu hören, die Söhne übergaben brav die Ringe und der laaaaange Kuss erlaubte mir etliche Fotos dieses Moments.

Aus der Music-Box erklang „Perfect“ von Ed Sheeran, ein großer Blumenjunge aus Berlin Köpenick ( 😉 ) warf mit seiner kleinen Tochter Blütenblätter auf das Paar, das den Balkon des Turmes betrat, der dann bei herrlicher Aussicht auf den See zum Sektempfang und für die Gratulationen genutzt wurde. Alles im Kasten – kurze Pause für mich, ein leichtes Lüftchen wehte, wie schön!

Aber gut, ich bin nicht zum schwärmen da, also Abstieg vom Turm, um einige Fotos vom Fahrer mit seinem Oldie zu machen. Aus dem Blick zum Turm wurde dann spontan die Idee, das Gruppenfoto dieses Mal von unten zu machen, was auch nach einigen Rufen nach oben gut klappte. Nachdem das Paar und die Gäste auch wieder am „Boden“ waren, nutzte ich die Gelegenheit, um die zu der Zeit noch sauberen Kinder von Anne & Michael zusammen mit Mama und Papa zu fotografieren. Das gelbe Auto und der tolle Hafen gaben dafür eine schöne Kulisse. Während die anderen Gäste schon zum Pier 5 – Café & Restaurant gingen, in dem es später Mittag gab, lies ich es mir nicht nehmen, das Hochzeitspaar am und im Skoda aufzunehmen. Ein Taxifahrer hatte zwar nicht ganz begriffen, dass genau DAS gerade an der Promenade des Hafens geschehen sollte und stellte sich -trotz deutlicher Handbewegungen und Zeichen meinerseits- ganz entspannt in die Fotobahn. Er dachte wohl, der Typ mit Kamera macht einen Ausdruckstanz. Aber gut, ein echter Fotograf kann auch das ;). Also, kurzer Standortwechsel und das Bild des Paares im Auto von hinten war gemacht. Freundlich bedankte ich mich danach beim Störenfried, machte kurz darauf noch einige Fotos mit Paar am Bootssteg und ging dann mit Anne & Michael zur besagten Mittags-Location, in der wir ein wirklich sensationelles Essen bekamen und einen Service erlebten, der absolut perfekt war! Kurzer Absacker vor dem Gehen für Brautpaar und Freunde und die Runde löste sich vorerst auf, um den Rückweg nach Kirchscheidungen zur kleinen Feier anzutreten.

Für mich und das Paar mit Bräutigam-Bruder Thomas wurde es jetzt aber noch einmal etwas anstrengender, denn die Mittagssonne hatte das Thermometer auf mittlerweile 36 Grad steigen lassen und die Portraits standen an. Ich war an diesem Tag auch der Fahrer für das Paar und mein Assistent Thomas durfte als Beifahrer mitkommen. Erster Stop war ein altes Krankenhaus am Flugplatz in Laucha -eine tolle Location von außen und innen, letzteres mit Graffiti an den Wänden und alten Treppen- , danach ging es weiter zu einem Weinberg und letzter Stop war dann das Getreidefeld kurz vor Kirchscheidungen. Thomas hatte ein freies Krafttraining mit meinem Blitz und wir alle einen kostenfreien Saunabesuch in der Natur. Was war das für eine Hitze!!!

Angekommen am Hof der Familie rief ich gleich noch zu den Fotos mit Eltern und Trauzeugen, womit die „Pflicht“ erledigt war und wir zur Kür übergehen konnten.

Der Hof war liebevoll hergerichtet, Tische mit weißen Tischdecken und Blumen, Kaffeegedecke, eine Tafel mit Kuchen und Torte für jeden Geschmack, eine -wie ich von Michael erfuhr- am Vortag von ihm selbst gebastelte Fotobox für die Gäste, zwei Bars für Bier und Mixgetränke sowie härtere Sachen und und und. Wirklich schön! Die restlichen Gäste -Freunde der Beiden- trafen alsbald ein und mit einer kleinen Rede von Michael und dem Tortenanschnitt wurde die Kaffeetafel eröffnet. Noch bis 18 Uhr blieb ich als Fotograf und auch Gast auf der Feier und fühlte mich rundum wohl. Das Abschiedsbier mit Michael ließ ich mir aber nicht nehmen und ich verabschiedete mich wieder mal zufrieden und mit jeder Menge Fotos im Gepäck von einem wirklich tollen Paar! Danke für alles! Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht!

Hochzeiten von Freunden sind immer etwas Besonderes. Da ist man auch als Fotograf ziemlich angespannt, hat besondere Emotionen und versucht aber, sich das nicht zu sehr anmerken zu lassen. Lutz kenne ich schon seit Schulzeiten, arbeite aber auch im Rahmen seiner Tätigkeit als Tanzlehrer bei seinen Debütantenbällen mit ihm zusammen. Inka lernte ich vor drei Jahren durch Lutz kennen, machte die Fotos für die Einladungen, fotografierte ihren Babybauch und bald darauf auch klein Pepe mit Mama und Papa.

Nun hieß es aber Hochzeit!

Der Ablaufplan kam einige Tage zuvor per Mail und ich muss schon sagen, das war straff getaktet. Aber Pläne sind ja immer gut 😊 . Zur Vorbereitung von Inka war ich pünktlich um halb 10 am Morgen im Hotel zur Alten Schmiede. Kurzer Schock, ich muss in die zweite Etage. (Es war irgendwie warm, nur zur Erklärung.) Aber gut, ich bin ja fit. Also Fotokoffer aus dem Auto und los ging es! Inka und ihre Schwester standen im Bademantel mit der Aufschrift Bride und Bridesmaid vor mir, die Friseurin hatte alles an. Gut, ab an die Arbeit. Einige Fotos mit Inka und den Rosen, die Lutz ihr am Früh hatte bringen lassen, und schon saß Inka auf dem Stuhl der Friseurin, um sich ihr letztes Styling für ihren Lutz verpassen zu lassen. Zwischendurch machte ich mich im schicken Hausflur des Hotels am Brautkleid und den Schuhen zu schaffen und hielt beides noch unangezogen für die Nachwelt fest. Zurück im Zimmer fotografierte ich weiter, wie Inkas Frisur immer mehr Gestalt annahm und vergaß dabei auch kleine Details nicht, die einen wichtigen Bestandteil des Brautoutfits ausmachen.

Zur Trauung von Inka & Lutz auf dem Naumburger Standesamt war ich eine halbe Stunde vorher da, um die Ankunft der Familie und Gäste nicht zu verpassen. Der Bräutigam kam auch pünktlich und er sah verdammt gut aus der Lutz. Dann kam das Kommando, dass alle -wie geplant- nach oben gehen sollen, um zu vermeiden, dass die Braut schon vor der Trauung den Blicken Neugieriger ausgesetzt ist. Gut, auf dem Naumburger Markt nicht zu vermeiden, aber die Gäste hatten keine Möglichkeit, sie zu sehen. Einzig die Brautschwester und gleichzeitig Trauzeugin Grit blieb bei mir. Und da kam sie die Inka, gefahren vom Peter, aus dem Auto gelassen vom Papa, der sie auch begleitet hatte. Und schon zuppelte Grit das Kleid zurecht, alles passte!

Nun aber schnell hoch zum Standesamt des Rathauses, nebenbei noch ein paar Fotos der Braut mit Papa beim Erklimmen der endlos erscheinenden Treppe gemacht und zügig zu Lutz, der auf seine Inka wartete. Kurz darauf fing die Sängerin an zu trällern wie eine Lerche (IRRE SCHÖN!!) und Inka kam -geführt von ihrem Papa- in das Trauzimmer. Nicht nur sie hatte feuchte Augen, sondern auch ihre Gäste und ja, auch ich. Wie schön, der Lutz kommt unter die Haube!

Wie immer kürze ich hier ab: Einer schönen Traurede von Standesbeamtin Antje Trautmann und toll gesungenen Songs der Künstlerin folgte das JA-Wort von Inka und Lutz, die sich kurz darauf die Ringe ansteckten. Den Hochzeitskuss konnte ich schon vorher frei wählen, denn beide konnten nicht voneinander lassen ;). Gut, einen Kuss gab es noch nach dem Ringtausch, der passte dann nochmal perfekt.

Klein Pepe hatte es sich kurz unter dem Tisch gemütlich gemacht und durfte dann auf dem Stuhl der Standesbeamtin sitzen. Was für ein Bild – wurde natürlich von mir festgehalten! Die Gratulation von Familie und Freunden war nochmals sehr berührend und der Ein oder Andere verließ das Standesamt mit Taschentuch in der Hand.

Ich legte wieder einmal in gewohnter Manier einen kurzen Sprint hin und stand im Eingang des Rathauses, als Inka und ihr Lutz die Treppe herunter kamen. Die Familie stand Spalier und begrüßte die Beiden. Nun ging das Tor des Rathauses auf und was davor los ging, war einfach nur irre! Selten habe ich eine solche Masse an Leuten gesehen, die das Brautpaar bejubelten. Gratulationen, ein kleiner Sektempfang, Seifenblasen, Applaus…alles passierte in den nächsten Minuten und gipfelte in einem Flashmob der Dauer-Schüler der Tanzschule Saale-Unstrut, deren Besitzer Lutz ja ist. Vor der Kulisse der Wenzelskirche entstanden natürlich tolle Fotos.

Eine Kutsche befuhr den Marktplatz und das Hochzeitspaar musste sich langsam von ihren „Fans“ verabschieden, denn jetzt war ich dran. Für erste Portraits führte die Fahrt – ich natürlich mit dem Auto und meinem Tagesassistenten Duc vornweg- zur Naumburger Wein- und Sektmanufaktur, die uns freundlicherweise auf ihren Weinberg an der Henne ließen. Nach unserer Ankunft dort bewirtete uns Stephan mit Bier (🤫) und kalter, roter Brause. Das tat gut! Noch einige Vorbereitungen der Technik und schon hörten wir die Pferdekutsche den Berg hochfahren.

Ich machte, nach den Fotos mit Kutsche, mit Hilfe meiner Licht-Assistenten (DANKE!!) Stephan und Duc einige Fotos zwischen den Reben und auf dem Weg daneben. Die Zeit verging wie im Flug und wir mussten schnell wieder los, da die Gäste, die während der Portraitfotos eine Domführung hatten, am Dom auf uns warteten. Dort angekommen ging es zu Fuß in Richtung Schmiede und ich hatte einen herrlichen Blick auf die Gäste in voller Breite des Steinwegs mit den Domtürmen im Hintergrund.

Nicht nur mein Magen knurrte etwas, da kam Kaffee und Kuchen im Freigarten der Alten Schmiede natürlich gelegen. Vorher natürlich das obligatorische Baumstammsägen und der Tortenanschnitt und dann hieß es auch für mich kurz PAUSE. Danach ging ich mit dem Brautpaar und Sohn Pepe in eine Gasse in der Nähe, um auch diese gemeinsamen Fotos nicht zu vergessen. Kurz darauf kamen die restlichen Gäste und ich nutzte die Aktion der aufsteigenden Luftballons gleich für das große Gruppenfoto. Die Fotos mit den Eltern, der Familie und Freunde sowie weitere Portraits von Inka und Lutz schoben wir auch ein und plötzlich war es schon Abend und ich ganz schön fertig.

Im Saal wurde -nachdem es beim Eheversprechen von Inka & Lutz und während der kleinen Reden der beiden Mütter noch einmal sehr emotional werden sollte-  bei chilliger Livemusik der Band das Abendessen verspeist.

Höhepunkt das Abends war definitiv auch für mich der Tanz der erprobten Tänzer Inka und Lutz. Sie boten -das war auch nicht anders zu erwarten- eine Mischung aus Leidenschaft und knisternder Erotik. Natürlich war ihnen der Jubel der Gäste sicher. Die Tanzfläche füllte sich nach dem Eröffnungstanz schnell und es wurde ganz bestimmt bis spät gefeiert.

Ich verabschiedete mich kurz vor Mitternacht -ziemlich kaputt und verschwitzt, aber zufrieden- von einem tollen Paar und genau so tollen Gästen und wünsche auch hier noch einmal alles Liebe für euch!

Wieder einmal führte mich ein Hochzeitsauftrag an die herrliche Seebrücke am Hafen von Braunsbedra. Und wieder einmal gelang es mir, das Wetter auf den Punkt genau zu bestellen: Ein malerisch blauer Himmel, verziert mit schönen Schäfchenwolken – GANZ GROSSES KINO! Naja, einige Wolken waren auch zu sehen, aber durch die rosarote Hochzeitsbrille…egal!

Auf dem Weg zur Brücke fuhr vor mir ein alter Bus – der 70er-Jahre-Express, so konnte ich es entziffern. Das mussten wohl die Gäste sein, die kurz darauf zusammen mit dem Bräutigam ausstiegen. Okay, jetzt aber schnell, Kofferraum auf, Kameras raus, das 24er und 200er an die Bajonette und schon waren die ersten Fotos gemacht. Nach der kurzen Begrüßung des Bräutigams und weiteren Fotos der wartenden Gäste ging es auch schon bald auf die Brücke. Ich stürzte -wie seit einigen Jahren natürlich altersgerecht mit Foto-Trolley-  vorneweg, um einige Ambienteaufnahmen der Hochzeitslocation zu machen. Dann kurze, knackige Drehung in Richtung Steg und Bräutigam und klein Felix, der Sohn des Paares – mein neuer Kumpel (später mehr dazu) waren, zusammen mit der Hochzeitsgesellschaft im Hintergrund, im Kasten.

Meine Adleraugen suchten nach der Braut, die in jeder Sekunde eintreffen musste. Und da schien sich etwas zu bewegen. In ungefähr 350 Metern Entfernung parkte ein Dodge RAM mit geschmückter Motorhaube. Das musste sie sein oder hatte da jemand seine Blumen auf der Motorhaube liegen lassen? Es folgte ein kleiner „Sprint“ zum Festland und da stieg Isabel auch schon Prinzessinnen-Like, jedoch zügig aus dem Ami-Schlitten. Aber nicht etwa wegen des Drangs, endlich ihren Bräutigam zu sehen, sondern es war etwas ganz anderes, was ziemlich zu drängeln schien ;). Kurz darauf durfte ich die Braut mit deutlich entspannterem Blick zusammen mit ihrem Papa begrüßen.

Nun aber schnell zurück auf die Plattform der Brücke, auf der der Bräutigam auf seine Isabel wartete. Musik an -dieses Mal wieder live von einem tollen Sänger- und der Walk von Isabel und Papa über die Brücke wurde von den Gästen und einigen Schaulustigen vom Land aus beobachtet. Angekommen beim Bräutigam übergab ein sichtlich gerührter Brautvater seine Tochter an Christian und die Zeremonie begann. Ich verrate es jetzt schon, beide sagten JA! Nach der Trauung folgten dann die Gratulationen, die ich mit der Kamera verfolgte. Ich schloss mich als Letzter den Gratulanten an und nutzte die Gelegenheit gleich, um die Gesellschaft zum Gruppenfoto zu motivieren. Das klappte ganz gut und aus der Masse ertönte eine Frauenstimme, dass ich ja recht schnell bin – kann gut sein, hört Man(n) aber nicht immer gern 🙂 .

Gleich darauf schickte ich mit Hilfe der Brautmama die Gäste in Richtung Festland, um noch einige Aufnahmen des Paares mit Sohn Felix zu machen und anschließend folgten natürlich die obligatorischen Brückenfotos, die definitiv nie fehlen dürfen. Hach ja, was für eine tolle Kulisse!!

Die folgenden drei Stunden im Zeitraffer:

Der LCC -Langendorfer Carnevals-Club- begrüßte die Beiden am Ende der Brücke mit Blumenblüten und einem Tanz-Medley. Es folgten weitere Gratulationen, einige Sekt- und Saftgläser wurden geleert und schon mussten wir los, um die geplante Schifffahrt mit der MS-Geiseltalsee zu starten, auf der ich einen „Platz an der Sonne“, in diesem Fall genauer gesagt am Tisch mit den Häppchen, erhaschen konnte. Über eine Stunde lang schipperten wir auf dem Geiseltalsee und genossen nach dem Tortenanschnitt Kaffee, Kuchen und die leckeren Canapes direkt vor meiner Nase. Natürlich ließ ich mit nicht lumpen und half dabei, den wirklich sehr lieben Gästen Kaffe auszuschenken. Und dann kam der Moment als mein neuer Freund Felix (s.o.: der Sohn von Isabel & Christian) irgendwie wie von Geisterhand auf meinem Arm landete. Eine Aufgabe, der ich natürlich sehr gern nachkam und die mir mit einigen wirklichen lieben Umarmungen des Kleinen gedankt wurde. Ich denke, dass wir jetzt schon irgendwie ganz dicke Kumpel sind. 🙂

Nach knapp einer Stunde und gänzlich ohne Ausfälle in Form von Seekrankheit oder über Board gegangenen Passagieren legten wir an Land an. Noch kurz einige Portraits vom Paar auf einem Bootssteg und mit Fahrer am Auto und schon stand der Bus zur Abfahrt bereit. Ich fuhr schon mal vor und kam zirka 20 Minuten vor dem Bus im Parkhotel Güldene Berge in Weißenfels an. Schnell das Zelt und die wirklich liebevoll angerichtete Deko fotografiert, kurzer Plausch mit DJ Frank und schon kamen die Gäste und kurz darauf das Paar am Ort der Feier an.

Dabei krallte ich mir sofort die halbe Familie, um die letzten Portraits fürs Fotoalbum ( 🙂 ) zu machen. Klar, da darf man als Fotograf nichts vergessen. Mein Job war damit erledigt, aber ich durfte noch kurz die Polterei der Gäste dokumentieren.

Ein schöner Nachmittag mit einem wirklich entspannten Paar, einer tollen Familie und richtig coolen Gästen ging zu Ende. Wieder einmal wusste ich auf der Heimfahrt, dass ich das, was ich tue, gern mache. Vielen Dank an euch alle!

Am vergangenen Freitag hatte ich das Vergnügen, die Trauung von Jessica & Marko zu fotografieren. Die Beiden sind „Opfer“ der Corona-Einschränkungen und mussten ihre eigentliche Feier auf das kommende Jahr verlegen. Das sollte aber am Tag ihrer Trauung keine Rolle spielen.

Kennengelernt habe ich das Paar aus unserer Region im Vorgespräch, das wir bereits im Januar hatten. Ich denke es war ein Treffen, bei dem einfach alles passte, denn die Beiden unterschrieben noch am selben Tag den Vertrag. Umso mehr freute ich mich, dass ich -trotz der Einschränkungen- ein Teil der kleinen Zeremonie im Haus des Gastes in Bad Bibra sein durfte und erlebte ein glückliches Paar und eine tolle Familie. Die Trauung war gerade vorbei, da bewarf man die Beiden mit Reis und Blumen, Tauben wurden in die Luft sowie aus einem Körbchen gelassen und sie mussten ihre Kräfte am Sägebock ballen, um den Baumstamm zu teilen. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten -Marko wollte seine Braut wohl sehr nah bei sich haben und zog sie fast über den Sägebock- klappte das gut. Passt also!

Noch ein paar Fotos mit den Gästen am geschmückten Traktor und mit Eltern sowie Trauzeugen, bevor es für eine kurze Portraitsession in Richtung Felder ging. Wieder hatte ich einen Assistenten, der seine Arbeit gut machte und so waren wir noch kurz vor dem Mittag fertig mit dem ungewöhnlich kurzen Termin.

Ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr!

Corona sorgt gerade bei vielen Hochzeitspaaren für Umplanungen, die nicht so einfach zu meistern sind. Ganze Feiern werden abgesagt, Trauungen dürfen nur -je nach Bundesland- in sehr kleinem Rahmen und nicht selten ohne Fotograf abgehalten werden und die Verlegung der Termine ist schwierig, da niemand weiß, wie lange die Einschränkungen gelten. Nur gut, dass da das Jahr 2020 noch recht jung ist. So entscheiden sich die Paare, die mich schon gebucht haben, derzeit nicht selten, alles auf das kommende Jahr zu verlegen oder ihren Hochzeitstag in Trauung und spätere Feier zu teilen.

Es herrscht schon ein ganz schönes Chaos, da auch die Gastronomie nicht weiß, wie sie in unabsehbarer Zeit Feiern ausrichten dürfen und besonders können. Die Anzahlungen der Paare an die Dienstleister sind ganz oft schon getätigt, die Planung der Feier war in vollem Gange und dann kam der 16.3.2020 – alles auf „null“.

Ich kann mich bei meinen Paaren nur bedanken, dass sie mich bezüglich neuer Termine auf dem Laufenden halten. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, um Terminüberschneidungen oder gar komplette Stornierungen zu vermeiden. Euch wünsche ich, dass ihr gesund bleibt und wir uns dann bei eurer Hochzeit wiedersehen können!

Euer Fotograf Nicky