Am Sonnabend war ich bei Madlen & Sebastian. Die Beiden hatten sich mit der Marina Braunsbedra eine sehr schöne Location ausgesucht. Eine Trauung direkt „auf“ dem See, nämlich auf der Seebrücke, sollte besonders sein -und das war sie dann auch. Zwar hatten die Gäste ziemlich mit dem Wind zu tun, denn die Haare wurden innerhalb kürzester Zeit neu gestylt. Bei mir lief das definitiv besser, neben einem kleinen Sonnenbrand auf meinem Resthaar hatte ich nur das Problem nichts zu verstehen und stand dadurch der Standesbeamtin ganz oft sehr nahe. Ich denke, sie hat es mir nicht übel genommen ;).

Aber nochmal kurz zum Beginn der „Veranstaltung“: Es ist mir selten passiert, dass ich an einem Bräutigam vorbei gelaufen bin, aber an diesem Tag sollte das passieren. Gut, der Typ da sah aus wie der Bräutigam, also stellte ich mich mal ganz in seine Nähe und harrte den Dingen die da kommen. Und er kam, sah und siegte – nein er war es, der Sebastian, der Bräutigam. Er hatte sich aber auch in Schale geschmissen, mein lieber Mann!

Nach einigen Minuten ging es dann auch zur Seebrücke, die ersten Fotos waren da bereits gemacht. Ab jetzt hieß es, Brücke gesperrt für die Braut, volle Konzentration und und Arme zusammen, dass ich nicht wegfliege. Gut, ich hatte zwei schwere Kameras um, da fühlte ich mich etwas sicherer. Und dann begann das Warten. Hatte es sich Madlen noch überlegt? War das Hochzeitsauto defekt? Keine Ahnung, wir warten ab. Und dann erspähten meine Adleraugen (für die Ferne reicht es noch) die Braut. Sie im weißen Kleid, was an diesem Tag ja passiert, einen Mann neben sich -HALT, wer ist das? Und dann noch mit Kind auf dem Arm?-.  Als sie näher kamen erschloss sich mir, dass doch ganz klar der Vater die Braut zum Bräutigam führt. Die Gedanken kurz geordnet war ich schon auf dem Weg in Richtung Braut. Kurz noch mit dem Tele den aufgeregten Bräutigam portraitiert und schon kniete ich am Geländer der Brücke, um die Braut mit Papa und Tochter Amelia auf dem Gang zur Trauplattform zu fotografieren. Hach ja, die Madlen – sie schwebte über die Brücke, toll sah sie aus :).

Okay, zur Trauung gibt es nicht viel zu sagen. Die obligatorische Ansprache, dann Saxophon-Musik im Wind und weitere Worte an das Paar. Ein JA von beiden, Ringtausch und der Kuss unter blauem Himmel mit Schäfchenwolken verziert (man bin ich poetisch 😉 ). Romantik pur!

Pause!

Die Gruppenfotos machte ich direkt nach der Trauung auf der Brücke und einige Aufnahmen mit Eltern und Amelia folgten. Und nun hieß es: Die HOCHZEITSPORTRAITS zu machen. Und dafür ließen wir uns schön Zeit. Nach ersten Fotos auf der Brücke legten wir eine kurze Pause ein. Am Verkaufswagen von „Der Thüringer“, der sich auf dem Vorplatz der Seebrücke postiert hatte, gab es Kaffee, Fanta, Wasser und eine halbe Roster mit Senf für den Bräutigam und seinen Freund Andreas aus der Nähe von München. Er blieb mit seiner Susann bei uns, um bei den folgenden Portraits auf einem Feld am Luftschiff -also auf dem Weg zur Feier- zu assistieren.

Mist…. ich habe ihn garnicht gefragt, was er für den Kaffee bekommt. Ich hasse Schulden! Wird natürlich nachgeholt, versprochen! Gut, dafür hat Andreas jetzt ein Sofortbild aus meiner Fuji mit Rostbratwurst, seiner Susann und dem Brautpaar.

Die Portraits am besagten Luftschiff bekamen diesem Tag einen besonderen Charme. Die Sonne stand gut, im Hintergrund bedrohliche Wolken, aber das Wetter hielt genau so gut, wie die Frisur des Bräutigams. Wer da noch sagt, Männer können das nicht…! Andreas hielt meinen Blitz und checkte nach den einzelnen Situationen zusammen mit mir die Fotos. Scheinbar war er zufrieden, denn ich machte unzählige Aufnahmen. Und Madlen & Sebastian machten nicht den Eindruck, als hätten sie keinen Spaß. Noch einige Schnappschüsse am Ende und die Hochzeit zwei des Jahres 2020 war im Kasten.

Noch am Abend, während ich die Daten sicherte, bekamen die Beiden erste Ergebnisse ihrer Hochzeit per WhatsApp zugeschickt. Service ist eben alles!

Madlen & Sebastian! Euch alles liebe, eine tolle Ehe, vielleicht noch einige Kinder 😉 und danke, dass ihr mich als euren Fotografen gewählt habt. Es war mir eine Freude!