Die Anja heiratet ihren Paul – wie schön! Und ich wieder mittendrin statt nur dabei.

Bewaffnet mit Kameraausrüstung und guter Laune kam ich am Vormittag des 22.8.2020 am Freyburger Standesamt an. Ein kurzer Schockmoment folgte, als ich keinen der Hochzeitsgäste sowie den Bräutigam vor dem Rathaus stehen sah, jedoch Stimmen aus dem geöffneten Fenster des Standesamtes hörte. Stürmisch riss ich die Tür auf, hechtete die Treppe hoch, ein Blick auf die Uhr nebenbei – nein, es stimmte eigentlich alles! Entschärft wurde die Situation, als Paul aus der Tür kam und lächelnd grüßte. Man man, da habe ich doch mal ganz kurz an mir gezweifelt.

Also Treppe runter, alles auf null und ganz entspannt. So langsam trafen auch die erwarteten Gäste ein und der kleine Vorplatz des Rathauses füllte sich. Die Standesbeamtin bat kurze Zeit darauf alle nach oben und wartete dann mit mir auf die Braut, die im Audi über den Hinterhof der Verwaltung vorgefahren wurde. Und schon stand sie vor mir die Anja, wie eine Prinzessin – tolles Kleid, wirklich schön! Nun aber hoch zum Bräutigam! Sportlich nahm ich jede zweite Treppenstufe und kam etliche Sekunden vor der Braut am Trauzimmer an. Dort wartete schon Paul, dem man seine Aufregung mittlerweile deutlich ansah. Musik an, und die Braut wurde durch ihre Mama zu ihrem Bräutigam geführt. Die Blicke, die die Beiden austauschten, waren besonders. Es knisterte!

Die Trauung und das Danach im Zeitraffer:

Anja sagte JA, Paul ebenso! Geschafft! Fotos vom Ringtausch; der Kuss wurde wie immer mit einigen Aufnahmen dokumentiert – er war lange genug, passte also! Nach der Übergabe des Stammbuches durch die Standesbeamtin gratulierten alle brav und es ging an die frische Luft. Kurz darauf die kleine Überraschung (ich wusste Bescheid), eine Kutsche – das Wetter passte, alles gut.

Die Kulisse der Kirchentreppe war für das erste Gruppenfoto perfekt, einige Portraits der Beiden mit Trauzeugen und alleine rund um die Kirche waren nach 10 Minuten im Kasten. Nun aber aufsteigen und „hüh“, für die Feier in Markröhlitz steht genug Bier kalt. Unterwegs machte ich gleich noch Fotos mit Kutsche vom Boden aus und mit der Drohne, mal was Anderes. Angekommen auf dem Party-Areal kamen nach und nach die Gäste, der wirklich dicke Baustamm wurde gekonnt durchsägt (die beiden hatten bestimmt heimlich geübt 😉 ) und kleine Häppchen sowie ein kühles Helles stillte auch meinen Bedarf nach Nahrung in fester und flüssiger Form.

Jetzt war Entspannung angesagt – jedenfalls etwas. Nebenbei machte ich Fotos vom Bogenschießen, Bastelstand, der Seifenblasenmaschine und den nach und nach eintreffenden Gästen. Als Techniker versuchte ich mich beim fehlenden Kabel am Beamer und irgendwie bekamen wir auch das geregelt. Ja, ein Fotograf muss auch andere Talente haben ;).

So verflog die Zeit und der Tortenanschnitt stand plötzlich schon auf dem Programm. Beim Kaffee gab es natürlich keine Fotos, wer will sich schon gern mit aufgeblasenen Wangen sehen? In der Hoffnung, dass die leckerer Torte und der Kaffee keine allzu großen Spuren hinterlassen hat, rief der DJ eine Stunde später zum Gruppenfoto, wieder mit Drohne, was perfekt klappte. Danach entstanden dann noch Fotos mit Eltern, der kleinen Tochter und natürlich vom Paar – und das bei herrlich blauem Himmel mit Schäfchenwolken. Genau mein Wetter!

Durstig kamen wir zurück und der Papa des Bräutigams hatte an meinen kleinen Seitenwink bezüglich eines schäumenden Getränkes gedacht. Das Bier schmeckte, die Gespräche waren locker und ich fühlte mich echt wohl. Hier und da machte ich nun noch Aufnahmen vom Geschehen und verabschiedete mich mit nach wie vor guter Laune von den Gästen und einem tollen Hochzeitspaar.

Vielen Dank für die schönen Stunden und einen entspannten Termin!

Euer Nicky!